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Hier mit, starte ich eine neue Idee von mir. Ich hab mir überlegt, dass mein Leben nicht spannend genug ist, also erzähle ich euch von einem anderen Leben.

26. Juli

Dieses Tagebuch war ein Geschenk von meiner Ma. Sie sagte, ich sollte alles aufschreiben, was mich bewegt und was ich fühle. Ich hab da nicht so von gehalten, aber jetzt denke ich, das es doch ganz gut ist, wenn ich einfach mal alles aufschreibe. Meine Ma ist der Meinung, dass sie dieses Buch irgendwann, wenn wir uns das nächste mal sehen, zu lesen bekommt. Aber das wird sie nicht. Meine Ma denkt immer noch, dass sie meine beste Freundin ist und das ich ohne sie nicht leben kann. Doch da hab ich sie wohl eines besseren belehrt.
Meine Eltern haben sich vor einem halben Jahr scheiden lassen. Und dann musste ich mir überlegen zu wem ich ziehe. Ich hab mich gegen meine Ma entschieden. Meine Ma ist, ja wie soll ich das sagen? Sie arbeitet dauernd und wenn sie mal Frei hat, dann geht sie mit ihren Freunden was trinken. Sie vergisst meinen Geburtstag und manchmal vergisst sie sogar das es mich gibt. Ich meine, wer will schon gerne bei einer Frau leben, die vergisst das sie eine Tochter hat? Ich ganz bestimmt nicht. Und als meine Ma dann gar nicht mehr nach Hause kam, nur noch einmal um meinem Dad zu sagen, das er aus der Wohnung soll, da war es für mich klar, das ich mit meinem Dad verschwinde. Als ich ihr das mitgeteilt habe konnte ich in ihren Augen sehen, das sie mich am liebsten geschlagen hätte. Aber so was würde sie nie tun, denn eine so schlechte Mutter ist sie auch wieder nicht.
Vielleicht sollte ich auch noch begründen warum ich mit meinem Dad ausgezogen bin. Mein Dad ist cool. Er ist Schwede und er ist Autor. Er hat schon 10 Bestseller geschrieben und schreibt für 3 Zeitungen verschiedene Kolumnen. Zu meinem 12. Geburtstag hat er mir einen Friseurbesuch geschenkt. Er wollte das ich mir meine Haare rot färben lasse. Das hab ich dann auch gemacht und seit dem habe ich dunkel rote Haare. Er geht mit mir shoppen. Er hat mir sogar ne schwarze Lederjacke gekauft. Mein Dad ist genau wie mein Großvater, beide sind der Meinung, das ich zu meinem 18. unbedingt eine Harley brauche. Was soll ich mit einer Harley? Um es kurz zu beschreiben, bei meinem Dad und seiner Familie ist es viel lustiger. Und genau aus diesem Grund haben wir unsere Sachen gepackt und sind zurück nach Eskilstuna.
Und jetzt bin ich hier....In Schweden....In der tollsten Gegend, in der tollten Wohnung die man sich vorstellen kann. Und mit meinem Dad.

„Maja Schatz. Ich bin jetzt beim Verlag. Kannst du mir das blaue Hemd bügeln? Ich hab heute noch ein Meeting mit der Zeitung.“
Ich stand auf, öffnete meine Tür und lehnte mich an den Türrahmen. Mein Dad stand vor dem Spiegel im Flur und zog sich seine Jacke an. Dann schnappte er sich seine Schlüssel, seine Tasche und verschwand in Richtung Wohnungstür. Bevor er verwand, eilte er zu mir zurück, küsste mich auf die Stirn und zwinkerte mir zu. „Reiß mir die Bude nicht ab und wenn du eine spontane kurz Party schmeißt, dann räum nachher auf.“
„Ist gut Dad.“ Er winkte mir noch mal und dann fiel die Tür ins Schloss. Ich drehte mich um und sah mich in meinem Zimmer um. Ich überlegte kurz, dann ging ich zum Fenster und sah wie mein Dad unten auf der Straße in seinen schwarzen Flitzer stieg und davon fuhr. Ich drehte meinen CD-Player auf volle Lautstärke, kramte in meiner Kommode nach meinem neuen Top, was Ma mir mit der Post geschickt hat. Es ist türkis und einfach irre. Ich glaube es ist ein Mitbringsel aus Italien. Ich ziehe meine Jacke aus und das Top an. Dann schnappte ich mir meine Tasche, stellte die Musik wieder ab und ging aus der Wohnung.
Nicht weit von unserer Wohnung ist ein super Café. Ich ging hin und setzte mich an einen Tisch am Fenster. Als die Kellnerin kam, bestellte ich einen Late Macchiato und einen Teller Kekse. Ich weis nicht wie lange ich so da saß. Irgendwann hatte ich keine Lust mehr. Bevor ich bezahlte, bestellte ich mir noch einen Late Macchiato zum mitnehmen.
Als ich die Tür aufzog, stürmte mir ein junge entgegen und rempelte mich an und ich schüttete meinen Macchiato über mein Top und sein T-Shirt.
„Shit. Sorry. So was ist mir ja noch nie passiert.“ Er sieht mich etwas irritiert an. „Macht doch nichts.“ „Nein, ist es nicht. Warte du bekommst einen neuen Macchiato.“ Er stürmte zur Theke und bestellte einen neuen. Dann stürmte er zu mir zurück und drückte mir den Macchiato in die Hand, als er mir den alten aus der Hand reißen will, kippte er mir den Rest, der noch im Becher war auch noch übers Top. „Ach du je. Das tut mir furchtbar leid. Das wollte ich nicht. Heute ist einfach nicht mein Tag. Schick mir die Rechnung für die Reinigung.“ Er kramte in seinen Hosentaschen nach irgendwas. „Das ist doch nicht nötig.“ „Doch das ist es. Hier ist meine Adresse. Schick mir einfach die Rechnung.“ Ich nahm den Zettel entgegen und steckte ihn ein. „Okay. Ciao.“ Ich ging mit meinem nassen, aber überaus warmen Top nach Hause und steckte es direkt in die Waschmaschine und trank während dem Bügeln meinen Macchiato. Das war vielleicht ein seltsamer Typ, aber es war die erste Begegnung mit jemandem im meinem Alter. Aber das würde sich ändern, wenn die Schule erst mal wieder angefangen hat.
Ich hatte immer gedacht, dass nur meine schwedischen Verwandten etwas eigenartig waren, aber anscheinend galt das für Schweden generell. Ich hoffe doch mal stark, dass ich nicht auch so zerstreut bin.

M.A. Lowe





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