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30. Juli

Mein Dad hatte einen Geistes Blitz. Er und Großvater wollen mit mir eine Tour durch Schweden machen, bevor die Schule wieder los geht. Mit mir, eine Tour, durch Schweden. Wisst ihr eigentlich was das bedeutet? Das wird der Horror. Dad wird das ganze haarklein dokumentieren und dieses Buch wird ein Kassenschlager, weil alle wissen wollen, was im Urlaub eines Autors passiert. Großvater wird versuchen, mir die gesamte Schwedische Landesgeschichte aufzuzwingen, und er wird erwarten, das ich total begeistert bin. Bin ich das? NEIN! Definitiv nicht!!!! Wenn man Urlaub mit meiner Familie macht, dann ist immer irgendein Chaos vorprogrammiert. Dad hat mir offenbart, dass wir alle seine Verwandten besuchen fahren und ich die endlich alle kennen lernen könnte. Ihr könnt euch vorstellen, dass ich meine Begeisterung kaum unterdrücken konnte. Außer meinem Großvater kenne ich niemanden aus Dad´s Familie und es hat mich bisher nie gestört. Aber Dad ist der Meinung, dass ich die ruhig alle kennen lernen könnte, wenn wir schon in Schweden wohnen.
Also sind wir seit gestern unterwegs.
Ich liege auf der Rückbank und schaue aus dem Fenster. Vorne diskutieren Dad und Großvater über den richtigen Weg. Die Sonne sucht sich seinen Weg durch eine dicke Wolkendecke.
„Du hättest schon vor einer halben Stunde abbiegen müssen.“
„Vater, wie oft soll ich dir das noch erklären. Wir sind hier richtig.“
Ich sehe kurz hoch. „Zu wem fahren wir jetzt eigentlich?“ Großvater dreht sich nach hinten um. „Na zu deiner Tante, du Dummerchen. Sie freut sich doch schon total auf dich.“ Gut das ich diese Frau nicht kenne, die sich so auf mich freut. Großvater dreht sich wieder nach vorne und fängt wieder an mit Dad zu diskutieren. Ich weis nicht wie lange wir noch unterwegs sein werden. Aber ich bin froh, wenn ich aus diesem Auto aussteigen kann.

Ich glaub nach 3 Stunden waren wir dann endlich da. Dad fuhr das Auto auf einen Hof und parkte neben einem anderen Auto. Als ich ausstieg öffnete sich die Haustür und eine Frau rannte uns entgegen.
„Ole! Wie schön das ihr endlich da seid. Ich warte schon so lange auf euch.“ Die Frau nimmt meinen Dad stürmisch in die Arme und dann Großvater. Als sie Großvater los lässt sieht sie mich an. „Und das ist wohl die kleine Maja – Agnetha. Hab ich recht?“ Sie kommt auf mich zu und drückt mich. Dann küsst sie mich rechts und links auf die Wangen. „Du bist so groß geworden Kindchen.“ Ich machte mich aus ihrer Umarmung und trat einen Schritt zurück. „Erstens bin ich kein Kindchen und zweitens heiße ich Maja. Nicht Maja - Agnetha.“ Dad sah mich finster an. „Maja. Was soll das denn?“ „Ich kenne sie doch gar nicht. Und außerdem hat sie kein Recht mich Agnetha zu nennen.“ Ich lehne mich ans Auto. „Entschuldige Magda. Ich glaube wir gehen besser rein.“ Magda´s Gesicht hellt sich auf. „Natürlich. Ich sage Sven bescheid das er euer Gepäck hoch bringt.“ Ich nehme meinen Rucksack und meine Kameratasche aus dem Auto und folge den anderen zögernd. An der Tür dreht Großvater sich um, legt seinen Arm um meine Schultern und wir gehen ins Haus.
„Sven! Kommst du mal bitte?“ Aus einem der Zimmer kommt ein Mann. Er ist ungefair so alt wie mein Dad, vielleicht etwas jünger. Dad und Großvater begrüßen ihn als wären sie sehr vertraut mit ihm. Ich halte mich im Hintergrund. Wenn ich jemanden nicht kenne, dann mag ich es nicht von ihm angefasst zu werden. „Maja, komm her mein Schatz. Das ist dein Onkel Sven.“ Dad zieht mich zu sich. „Hallo Maja. Schön das wir uns auch mal kennen lernen.“ Sven schreckt mir seine Hand entgegen. Es versucht nicht mich in den Arm zu nehmen oder sonst was. „Ich hole jetzt mal euer Gepäck.“ Magda führt uns nach oben und verteilt Dad und Großvater ein Zimmer zu. „Maja, ich hab mir überlegt, dass du dir ja ein Zimmer für dich brauchst.“ Sie stößt eine Tür auf. „Komm einfach runter wenn du willst.“ Ich stelle meinen Kram aufs Bett und sehe erst mal aus dem Fenster. Auf dem Hof sehe ich Sven der unser Auto auspackt. Kurz darauf klopfte es an die Tür. „Ja?“ Sven schob meinen Koffer ins Zimmer, lächelte und machte die Tür dann hinter sich zu. Ich ließ mich aufs Bett fallen. Am Schrank klebt ein Bild von einer Pferde Herde. Nach einer Weile stehe ich auf, schnappe mir meine Kamera und gehe runter. Ich höre Dad mit Magda in der Küche reden. „Wann willst du ihr es sagen?“ „Ich weis noch nicht. Wir sind gerade erst wieder nach Schweden gekommen.“ „Willst du erst warten bis die Schule wieder angefangen hat? Du solltest ihr es bald sagen, Ole. Wenn sie erst einmal in der neuen Schule ist, dann wird sie es nicht so toll finden, wieder weg zu müssen.“ Weg? Wohin denn bitte? Oh man, das reicht. Ich gehe aus dem Haus und vom Hof. Ich fotografiere hier und da was.

Ich weis nicht wie lange ich schon unterwegs bin. „Hey, wer bist du?“ Ich drehe mich um und vor mir steht ein Junge in meinem Alter. Auf dem Arm hat er ein kleines Kind. Ich lasse meine Kamera sinken und sehe ihn an. „Maja und du?“ „Eric und das ist Britta.“ Das kleine Mädchen lacht. Ich nicke nur. „Du bist neu hier, oder?“ „Ich mache mit meinem Vater und Großvater urlaub.“ „Ach, dann bist du Maja – Agnetha. Die neue vom Magda´s Hof.“ Mein Gesichtsausdruck verdunkelt sich. „Nur Maja, nicht Agnetha. Einfach nur Maja.“ „Ist ja schon gut. Weist du schon, auf welche Schule du kommst?“ Was soll das denn jetzt? Bin ich jetzt im Kreuzverhör oder was? „Ich gehe in Eskilstuna auf eine Schule.“ Eric´s Augen weiten sich. „Soweit weg? Warum das denn?“ Ach du scheiße, das hat mir ja gerade noch gefehlt. „Weil ich da wohne.“ Ich drehe mich um und gehe zum Hof zurück.
Im Haus riecht es nach Tee und Brot. „Maja. Da bist du ja. Wir haben dich schon gesucht.“ „Ich war unterwegs.“ Magda schiebt mich in die Küche. Großvater sitzt am Tisch und ließt Zeitung. Dad sitzt daneben und trinkt Tee. „Maja, komm her. Ich will mit dir reden.“ Na toll. „Kennst du Ida schon? Sie hilft hier auf dem Hof.“ Ida ist etwas älter als ich, glaube ich. Sie hat lustige schwarze Locken, die bei jeder ihrer Bewegungen hüpfen. Ida reicht mir eine Tasse Tee. „Maja, gefällt es dir hier?“ Ich zucke mit den Schultern. „Weis nicht, wir sind doch gerade erst angekommen. Es ist jedenfalls ruhiger als in Eskilstuna.“ Großvater lacht. „Und das ist auch gut so. Es wäre ja nicht zum aushalten, wenn es hier genauso laut wäre.“ „Weist du Schatz, Magda und Sven ist der Hof zu groß.“ Aha. Was soll das denn jetzt? Dad überlegt. „Was würdest du davon halten, wenn wir hier her ziehen würden? Du würdest hier auf eine Schule gehen, und bräuchtest nicht so früh aufstehen wie in der Stadt.“ WAS? Ach du scheiße. „Dad? Was soll das denn? Wir sind doch gerade erst umgezogen?“ „Ich weis, aber ich hab mir schon lange überlegt, das wir ja auch hier her ziehen könnten.“ „Mach was du willst.“ Ich stehe auf und gehe aus dem Haus. Ich sehe Sven aus dem Stall kommen. „Hallo Maja. Alles klar? Gefällt es dir hier?” Er kommt zu mir rüber. „Du sieht aus, als hätte man dir einen Keks geklaut.“ „Dad hat mir gerade offenbart, das wir hier her ziehen.“ „Ich weis, das war Magda´s Idee. Sie hält es für eine gute Idee.“ Ich seufze. „Du wirst dich schon dran gewöhnen.“ Er will gerade ins Haus gehen. „Sven? Wer weis alles das wir her ziehen?“ „Warum willst du das wissen?“ „Weil mich ein Eric meinte, das ich die „neue“ von Magda´s Hof sei.“ Sven lacht. „Ach Eric. Er ist der Sohn von einem alten Freund. Ihnen gehört der Hof dahinten.“ Er zeigt auf ein weit entferntes Haus. Ich sitze so lange auf der Veranda, bis Großvater raus kommt und mich zum Abendessen holt.

M. A. Lowe



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